Nun sind wir “angekommen”

Hola amigos!
Hallo, Jakobusfreunde!

Heute schreibe ich Euch ein letztes Mal über diese Blogschiene.

Es hat dieses Mal etwas länger gedauert, bis ich meinen Bericht über den zweiten Teil unserer Pilgerreise im Jahr 2010 fertiggeschrieben und alle Fotos verarbeitet habe. Nun ist sie aber fertig, meine Webseite, mit der Adresse: http://jakobsweg.stimbergstadt.de

Beim Lesen bin ich immer sofort wieder auf dem Weg, der uns viel gebracht hat. Wir haben wieder viele nette Menschen kennen gelernt, haben viel besichtigt und noch mehr erlebt. All das könnt Ihr auf meiner Web-Seite nachlesen und ansehen.

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Nun sind wir “angekommen.”

Nun sind wir auch wieder zu Hause richtig “angekommen” genauso wie in Santiago.

“Quien hace el camino, repite” - Wer den Weg einmal macht, der wiederholt ihn auch -.
Ich bin ihn nun ein zweites Mal gegangen und habe meine Entscheidung nicht bereut.

Wir sind nun mit heilen Knochen und ohne Blasen zurück und haben alles gut gemeistert. Jakobus hat seine schützende Hand stets über uns gehalten. Es war oftmals jedoch, vor allem für Ursel, grenzwärtig. Diese zweite Etappe von Leon nach Santiago ist allein schon von der Topographie her viel schwieriger als der erste Teil von Pamplona bis Leon.
Bei den Aufstiegen hatte Ursel immer die Nase vorn, während ich doch oftmals stehen bleiben musste um wieder genügend Luft für den weiteren Aufstieg zu tanken. Beim Abstieg hatte Ursel dann ihre Probleme mit ihrem lädierten Knie und der Hüfte. Da musste ich dann auf sie warten, wir bremsten uns also gegenseitig aus. Trotzdem haben wir alles geschafft und sind froh und glücklich darüber und auch etwas stolz auf uns. 

Jeder Weg den man geht ist sicherlich anders, auch dann wenn es derselbe ist. Geht man ihn allein, wie ich im Jahr 2009, oder wie 2010 mit meiner Ursel, macht man die Strecke in einem Durchmarsch oder teilt man sie auf. Alles wird unterschiedlich empfunden. An einigen Stellen wusste ich nicht mehr, dass ich sie 2009 durchlaufen hatte.
Zu zweit kann man sich in schwierigen Situationen sicherlich gegenseitig stützen, ist man alleine unterwegs, muss man auch allein dadurch. Vielleicht ist es aber genau das was man brauch, um an Erfahrungen reicher zu werden. Mir haben beide Pilgerreisen gut gefallen. Ich habe es allein geschafft und nun auch zusammen mit Ursel, ich würde es aber niemals mit einem Freund versuchen wollen.
    

          Der Jakobsweg fordert alles von Dir, Deine ganze Kraft, Deine ganze Energie.
                                   Er gibt es Dir aber tausendfach wieder zurück.

Die Gefahren des Mittelalters brauchten wir auf unserem Weg zwar nicht zu bestehen, aber es ist doch immer wieder eine neue Herausforderung an Geist und Körper. Den Weg ein zweites Mal bewältigt zu haben ist nicht nur eine Leistung, sondern auch ein wahrhaft großes Geschenk, wofür wir dem Herrn dankbar sind.

Schönen Dank allen, die uns auf unserem Weg, wenn auch nur gedanklich begleitet haben. Jeder Kommentar in unserem Blog hat uns wieder aufgerichtet und neue Kraft verliehen.

Wir wurden aber auch um eine wichtige Erfahrung reicher, die da lautet:
“Ein nächstes Mal wird es allein aufgrund unseres relativ hohen Alters nicht mehr geben.
Womit gesagt werden soll, dass wir endlich angekommen sind.”

Ein letztes
buen camino
Euere

Ursulam und Carolum Henricum Wewers

1 Antwort auf “Nun sind wir “angekommen””

  1. Ulrich Müter sagt:

    Guten Abend Ihr Lieben,
    herzlichen Dank. Man spürt, die Hingabe und
    Liebe zu euren Erinnerungen an den langen und beschwerlichen Pilgerweg. Ich vermute fast, dass ihr
    noch einmal loswandert, irgendwann. Alles Gute und viele Grüsse.
    Ulrich

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